Häufig wurde ich nachts wach und er lag nicht neben mir.

Mein Exfreund, unglücklich mit sich selbst und seinem Leben, fand oft keinen Schlaf.
So saß er stundenlang im Dunkeln auf meinem kleinen Balkon, hörte Musik und rauchte. Aus meinem Bett heraus konnte ich ihn dann durch das Fenster zum Balkon in der Dunkelheit erahnen.
In diesen Momenten war ich einerseits traurig darüber, dass er nicht bei mir liegen konnte, andererseits glücklich darüber, dass er überhaupt in meiner Nähe war.
Nach unserer Trennung habe ich es nie geschafft, den Aschenbecher ein letztes Mal zu leeren, geschweige denn, ihn vom Balkon zu verbannen. Ich rauche nicht.
Der volle Aschenbecher erinnert an schwierige, schöne, traurige und glückliche, besondere drei Jahre.


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